Das Vorher … Nachher Syndrom März 10, 2007
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Hej Mädels,
tja so war das… Vor´m Kiez….
Nach´m Kiez….
!!! Auf ein Wiederholung mit Euch und hoffentlich einigen Anderen mehr in Wien, Lübeck, in der Autostadt Wolfsburg, Stuttgart, Kolding, Warschau und …. !!!
Seid lieb gedrückt
Änki
OECD-Ball in Wien u.a. März 10, 2007
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Servus!
Ich bin am Sonntag nach Wien angekommen und mein neuer Mitbewohner Wolfgang hat mich am Bahnhof abgeholt. Der Sonntag war ein bissl bewölkt, aber es regnete nicht. Wir sind zusammen in dem blauen Blitz zur Wohnung gefahren und haben versucht uns zu unterhalten – auf sogenanntes „Hochdeutsch“. Wie man so schön sagt: „Der Versuch zählt“, denn Wolfgang kommt aus Oberösterreich aus einem Dörflein mit 20 Einwohner und ich hatte einige Probleme diesen fremden, nicht norddeutschen Dialekt zu verstehen… Wir sind in die WG gekommen, die wirklich traumhaft ist. Das Zimmer ist ungefähr 20 m2 groß und cool eingerichtet. Die eine Ecke ist „Nähecke“ (Brigitte ist Schneiderin) und die andere Sofaecke. Wie viele andere Studenten hat sie ein Hochbett, wo Schreibtisch etc. darunter eingerichtet ist. Wolfgang und ich haben uns ein bissl unterhalten und sind am Nachmittag in die Innenstadt mit der Bim (Straßenbahn) gefahren. An die Botschaft haben wir vorbei geschaut, damit ich an meinem ersten Arbeitstag nicht zu spät kommen würde. Was uns erwartete war ein Gebäude mit Farbe gekleckert – irgendwelche Demonstranten eines Tierschutzvereines sind Samstag vorbeigelaufen und haben Farbe ans Gebäude geworfen. Der Grund dafür ist anscheinend, dass die Regierung Dänemarks ein Gesetz ratifiziert haben, das den Inuiten und Färingern erlaubt Wale und Robben zu jagen. Mein Arbeitsplatz ist sehr cool. Da sind 10 MitarbeiterInnen inkl. Praktikanten, also Florian und ich. Florian kommt aus Flensburg aus der dänischen Minderheit, aber studiert Staatswissenschaften in Aarhus. Sein Praktikum hat schon zum Februar angefangen und von daher kennt er sich schon ein bissl aus, was die Arbeit, die Stadt und die anderen Praktikanten angeht. Die anderen MitarbeiterInnnen sind Dänen, die entweder hier leben oder im auswärtigen Dienst hier arbeiten. Alle sind sehr nett und hilfsbereit. Da arbeiten auch zwei Österreicher, der eine ist Chauffeur und die andere arbeitet in der Handelsabteilung.
Das größte Erlebnis bis jetzt war der OEZD-Ball, der gestern in der Hofburg stattfand. Das war prachtvoll – die Räumlichkeiten waren unglaublich, die Kleider der Frauen (da war ein Mann im Kilt!) … alles war so schön gemacht. Stell euch mal vor – man geht rein, alle Männer tragen einen Smoking, alle Frauen ein Ballkleid, da wird klassische Musik gespielt, goldene Stühle, „Silberbesteck“, die Wiener Frauenkappelle spielt… die Eindrücke sind unzählige, der Ball wurde mit einer Tanzaufführung geöffnet.Das Essen war ein leckeres Buffet mit vielen interessanten, kulinarischen Erlebnissen. Bsp.: Moussaka, Hamburger Zanderfilet, Aioli, Paella, Schweinemedaillons… na ja so exotisch war es auch nicht, aber hat geschmeckt. Zum Nachtisch gab es ein „Sweet Buffet“ – es war ein großer Traum. Schokoladeneis, Schokoladefondue, Götterspeise mit Tequila J, Obstsalat, Nusskuchen, Brownies – alles was das Herz gegehrt. Zum Glück saß mein Kleid etwas straffer… (kein Platz für viel Essen J) Die Leute sind aber echt erstaunlich – am Buffet standen viele Leute und andere wollten noch ran. Einige, die schon ihre Teller voller Leckereien hatten sind zurück zum Tisch gegangen, aber andere haben angefangen direkt am Buffet von vollem Teller zu essen und haben dann wieder ihre Teller aufgefüllt anstatt andere Leute rankommen zu lassen. Die Kleider sitzen ja ein bisschen enger an dem Körper und ein Gedanke ist aufgetaucht: „Wie haben sie überhaupt Platz für so viel Essen im Bauch?!“ … Nach dem Ball haben wir verzweifelt eine Kneipe gesucht, aber die Kneipen machen hier schon um 4 zu!!! Es ist uns endlich gelungen und sie war so in die Richtung „Lord Nelson“. Es war schon komisch im Ballkleid darein zu gehen! Außerdem habe ich die Praktikanten des Netzwerkes kennen gelernt und war ein paar Mal mit denen unter der Woche unterwegs. Heute Abend gehe ich mit Wolfgang weg – eine gute Chance Einheimische kennen zu lernen. Wünsche euch ein weiteres schönes Wochenende.
Baba, Liz